K. entstammte einer Ffter Metzgersfamilie, die ihren Ursprung in (Breuberg-)Neustadt im Odenwald hatte. Der Großvater Johann Jakob K. (1735-1834) war Metzgermeister und Gastwirt „Zum weißen Roß“ in Neustadt.
Drittes und jüngstes Kind des Ffter Bürgers und Metzgermeisters Johann Georg K. (1789-1865) und dessen Ehefrau Maria Magdalena, geb. Kißner, verw. Ochs (1780-1842). Die Mutter war in erster Ehe seit 1803 mit dem Ffter Bürger und Metzgermeister Johann Balthasar Ochs (1765-1820) verheiratet gewesen, und der aus Neustadt gebürtige Vater hatte das Ffter Bürger- und Metzgermeisterrecht auf Heirat mit ihr als Bürgerswitwe 1821 erhalten. Vier Halbgeschwister aus der ersten Ehe der Mutter: Johann Rudolph Ochs (1804-1879), Kunstmaler und Zeichenlehrer, beteiligte sich mutmaßlich am Ffter Wachensturm 1833 und emigrierte deshalb 1835 in die USA; Johann Adam Ochs (1806-?), Metzger; Anna Elisabeth Ochs (1807-1810); Maria Magdalena Ochs (1812-1814). Zwei Schwestern aus der Ehe der Eltern: Maria Louise K. (seit 1841 verh. Göbel, 1821-1885), verheiratet mit dem Ökonomen Hugo Robert Göbel (1818-?), dessen Bruder der Kunstmaler
Angilbert Göbel (1821-1882) war; Anna Margaretha K. (1822-1823).
Verheiratet (seit 1851) mit Anna
Dorothea Walpurga (auch: Walpurgis) Theresia (auch: Therese) K., geb. Chandelle (1829-1897), einer Tochter des Oberpostamtssekretärs
Josef Anton Chandelle (1787-1831) und dessen Ehefrau Maria Rosina
Carolina, geb. Wiesen (1801-1857). Dorothea K., geb. Chandelle, war eine Enkelin des Malers
Andreas Joseph Chandelle (1743-1820) und Patenkind der Pastellmalerin
Dorothea Chandelle (1784-1866). Sechs Kinder: Maria Caroline K. (1852-1854);
Georg Fürchtegott K. (1854-1917), gelernter Kaufmann, Inspektor am Städel (1885-89) und später des Ffter Kunstvereins (1889-1902); Hermann K. (1855-1898), studierter Literaturwissenschaftler, zuletzt Prokurist bei der Firma Mumm in Reims; Anna Gertrudis K. (seit 1879 verh. Forsboom, 1857-1884); Julius, gen. Jules, K. (1858-1894), Kaufmann; Bertha K. (1862-1930). Während Ludwig K. evangelisch-lutherisch getauft war, war seine Frau Dorothea, geb. Chandelle, katholischer Konfession. Alle Kinder aus der Ehe wurden im Ffter Dom katholisch getauft.
Die Metzgersfamilie K. lebte um 1834 in der Fischergasse Lit. M 57 in Ffm. K. muss eine gute Schulbildung erhalten haben. Er beherrschte Fremdsprachen, u. a. Französisch. Von 1841 bis 1845, wahrscheinlich jeweils in den Wintermonaten, war er Schüler am Städelschen Kunstinstitut, wo er eine Ausbildung zum Kupferstecher absolvierte. Während dieser Zeit schied
Philipp Veit (zu dem K. zeitlebens gute Beziehungen hatte) 1843 als Direktor am Städel aus. Zu den Lehrern von K. am Städel gehörten der Kupferstecher
Eugen Eduard Schäffer, der Architekt
Friedrich Maximilian Hessemer und der Bildhauer
Eduard Schmidt von der Launitz, bei dem er Vorlesungen in Anatomie besuchte. Seine Mitschüler, auch aus der Mal- und Bildhauerklasse, waren etwa:
Angilbert Göbel,
Johannes Eissenhardt,
Anton Burger,
Johann Heinrich Hasselhorst und der spätere Kunsthändler
Ferdinand August Christian Prestel (1826-1890). Aber auch
Jakob Fürchtegott Dielmann folgte als Ateliermieter am Städel noch 1843/44 den Vorlesungen von
Hessemer und
Schmidt von der Launitz. K. dürfte während oder nach seiner Ausbildung am Städel vermutlich eine kaufmännische Lehre absolviert und wohl eine kaufmännische Tätigkeit ausgeübt haben, vielleicht in einer Kunsthandlung.
Angesichts des nachlassenden Markts für den Kupferstich (u. a. durch das Aufkommen der Fotografie) wechselte K. zunächst zum Kunsthandel. Er wohnte lt. Ffter Adressbuch 1852 in der Kleinen Hochstraße 8 und betrieb ein Geschäft für „Kunstgegenstände, Schreib- und Zeichenmaterialien, Malereigeräthschaften, C(ommission) u(nd) Sp(edition)“ am Roßmarkt 15 sowie den Kunstverlag G. L. Kohlbacher, in dem er Stiche von eigener Hand, aber auch von
Angilbert Göbel u. a. herausbrachte. Zudem war K. als freier Kunsthändler tätig und veranstaltete im November 1852 seine erste Ausstellung, in der er, zum zweiten Mal überhaupt in Ffm., Werke von
Gustave Courbet, u. a. das Gemälde „Die Steinklopfer“ (1849), im Casino am Roßmarkt zeigte. Den Kontakt zum Künstler hatte Jules Lunteschütz vermittelt. Später, als K. schon Inspektor des Ffter Kunstvereins war, holte er erneut Bilder von
Courbet zur Ausstellung in Ffm.: Zu Jahresbeginn 1858 waren drei Gemälde von
Courbet, u. a. „Die Kornsieberinnen“ (1854), im Ffter Kunstverein zu sehen.
Ab 1853 stand K. in Verbindung mit dem Hamburger Maler Hermann (auch: Herrmann) Kauffmann (1808-1889), dessen „Kunstagent“ für den deutschen Markt er bald wurde; auch unterstützte K. 1863/64 dessen Sohn, den Maler und Zeichner Hugo Kauffmann (1844-1915), während dessen Anfangszeit in Kronberg. Zudem wirkte K. als Verkaufsförderer für Werke von dem Ffter Maler
Jakob Fürchtegott Dielmann, dessen Mappe er zu Jahresbeginn 1853 mit nach Paris nehmen sollte. Dem Künstler
Anton Burger, der zusammen mit
Dielmann in den ausgehenden 1850er Jahren die Kronberger Malerkolonie begründete, blieb K. lebenslang ein Freund sowie „sein Agitator, Mittler und Finanzier“ [Anna Spier in: Die Kunst unserer Zeit 5 (1894), II. Halbband, S. 74]. Auch mit dem Maler
Fritz Bamberger verband K. eine lange Freundschaft, die sich in umfangreicher Korrespondenz niederschlug. Zudem knüpfte und pflegte K. Kontakte zu der Gemäldegalerie der Königlichen Museen und deren jeweiligem Leiter in Berlin, zunächst (1854) zu Gustav Friedrich Waagen (1794-1868), später (1883-87) zu Wilhelm (von) Bode (1845-1929).
Am 19.9.1854 veranstaltete K. eine letzte Versteigerung „moderner Oelgemälde und Handzeichnungen“ in seinem Geschäftslokal. Nach seiner Anstellung als Inspektor des Ffter Kunstvereins überließ er die Geschäftsräume am Roßmarkt 15 an Ferdinand Prestel, der dort künftig seine Kunsthandlung F. A. C. Prestel betrieb. In seinem Anstellungsvertrag mit dem Ffter Kunstverein hatte K. jedoch ausgehandelt, dass er seinen Kunsthandel privat fortsetzen durfte.
Nach erfolgreichen Vertragsverhandlungen im Dezember 1854 wurde K. zum Jahresbeginn 1855 als Inspektor des Ffter Kunstvereins angestellt. Der seit 1826 bestehende Ffter Kunstverein hatte sich gerade, zum 1.1.1855, als „Aktiengesellschaft zur Beförderung der Kunst“ neu begründet. Als Inspektor des Kunstvereins betreute K. dessen permanente Ausstellungen, die der Präsentation von Kunstwerken, insbesondere zeitgenössischer Künstler und Künstlerinnen, zur Anschauung für ein breiteres Publikum und zum Verkauf, auch an öffentliche Einrichtungen, dienten. Im Laufe des Jahres 1871, als das Vereinsgebäude in der Junghofstraße 8 ausgebaut wurde, erhielt K. dort eine dem Inspektorenamt angemessene Wohnung im ersten Stock. Die großbürgerliche Wohnung lag über den Ausstellungsräumen des Ffter Kunstvereins und bot ausreichend Platz für die eigene Gemäldesammlung von K. (mit 91 Bildern). Möglicherweise hat K. seine Wohnung auch als private Verkaufsgalerie für seinen erlaubten Nebenerwerb als Kunsthändler genutzt. Zeitweise, spätestens ab 1869, besaß und betrieb K. außerdem das Atelierhaus im Kettenhofweg 44. Dort arbeiteten u. a.
Gustave Courbet (1858/59) und
Wilhelm Busch (1869-71) während ihrer längeren Aufenthalte in Ffm. Der Erwerb des Baugrunds ging ursprünglich auf die Eltern des Malers
Anton Burger zurück. Später gehörte das Künstlerhaus
Angilbert Göbel und dessen Schwager
Johannes Eissenhardt.
Zu den von K. geförderten Künstlern zählte
Philipp Veit, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verband. Im März 1858 gehörte K. zu den Unterzeichnern eines Briefs der Ffter Künstlerschaft und der Städeladministration an
Veit mit der (erfolglosen) Bitte um Rückkehr „des Meisters“ nach Ffm. Bis zuletzt stand K. im Briefwechsel mit
Veit, u. a. zur Beaufsichtigung der Abnahme von dessen Fresko „Die Einführung der Künste in Deutschland durch das Christentum” mit den allegorischen Seitenbildern „Italia” und „Germania” (1834-36) für die Anbringung im neuen Städelbau am Schaumainkai (1877). Noch 1883 unterstützte K. die Witwe Carolina Veit, geb. Pulini (1807-1890), durch ein Verkaufsangebot eines Gemäldes aus
Veits Sammlung an den Berliner Museumskurator Wilhelm (von) Bode.
Als Inspektor des Kunstvereins veranstaltete K. regelmäßig Auktionen, zu denen er jeweils die (z. T. mehrsprachigen) Kataloge herausgab und bearbeitete. So versteigerte er auch die Kunstnachlässe von vielen bekannten Ffter Künstlern, Kunstsammlern und -sammlerinnen, u. a. von
Philipp Friedrich Gwinner (1869),
Antonie Brentano, geb. von Birkenstock (1870), Jacob Speltz (1870),
Carl Jügel (1870), Ernst Roberth (1870),
Friedrich Wilhelm Fabricius (1873),
Georg Finger (1874),
Johann Theodor Wiesen (1875), Benedict Hayum Goldschmidt (1879) und
Jakob Fürchtegott Dielmann (1885). Aus den von ihm organisierten, aber auch aus vielen auswärtigen Versteigerungen (Paris, Wien, London, Brüssel) erwarb K. Gemälde, die er danach mit Gewinn an Sammler, aber vor allem an das Städel weiterverkaufte. Oft handelte er im Auftrag. So gelangten im Lauf der Jahre zahlreiche Gemälde durch K. in die Sammlung alter Meister des Städelschen Kunstinstituts, darunter so bekannte Stücke wie „Christus an der Geißelsäule“ (um 1604) von Guido Reni (aus der Sammlung
Wiesen, 1875) und „Der Geograf“ (1669) von Johannes Vermeer (1885). Als Kunsthändler habe K. „das Interesse am Sammeln alter Gemälde seit den sechziger Jahren stark belebt“, wie sich Wilhelm von Bode erinnert: „Seiner [d. i. Kohlbachers] Vermittlung verdankt die Staedel-Galerie ihre besten holländischen Bilder für außerordentlich billige Preise; ihm verdankten aber auch eine Reihe von Sammlern in Frankfurt wie sonst am Mittelrhein die Erwerbung guter alter Gemälde, namentlich der holländischen Schule, die Kohlbacher auf den Versteigerungen und bei den Händlern in Paris zusammenbrachte.“ (Wilhelm von Bode: [Vorwort.] In: Versteigerungskat. Sammlung Stefan Carl Michel 1917, Erste Abt., [S. 5f.].)
K. arbeitete mit internationalen Kunsthändlern zusammen, wie Charles Sedelmeyer (1837-1925) in Wien und Paris, Georg Plach (1818-1885) in Wien, Alexander Posonyi (1838-1899) in Wien, Charles Pillet (1824-1887) in Paris, der Firma „Goupil & Cie“ in Paris und Brüssel sowie der Kunsthandlung Lepke in Berlin. Während seines Urlaubs beim Ffter Kunstverein besuchte er im Auftrag der Städeladministration 1867 und 1868 in Paris die Versteigerungen der Sammlung Schönborn und der Galerie San Donato; 1869 war er Mitveranstalter bei der Versteigerung der Sammlung des Mainzer Unternehmers Eugen Kraetzer (1816-1881) in Paris. Im März 1872 ersteigerte K. in Paris aus der Sammlung Friedrich Jacob Gsell das „Idealbildnis einer jungen Dame als Flora“ (um 1520) von Bartolomeo Veneto für das Städel. Um 1874 besuchte K. den Maler Arnold Böcklin (1827-1901) und den Kunsthistoriker Adolf Bayersdorfer (1842-1901) in Florenz und den Maler Heinrich Ludwig (1829-1897), den Erfinder der „Petroleumfarben“, in Rom. Die Auktion von Gemälden alter Meister aus der Sammlung des Wiener Stadtbaumeisters Adolf Josef Bösch (1835-1884) am 28.4.1885 in (Wien-)Döbling wurde von K. zusammen mit den Kunsthändlern Georg Plach, Wien, und Peter Kaeser (1825-1896), München, organisiert.
Schon seit 1883 litt K. unter einer schweren Augenerkrankung, die ihn 1887 zu einem längeren Urlaub von seiner Tätigkeit beim Ffter Kunstverein zwang. Sein Sohn Georg K., damals noch Inspektor am Städelschen Institut, übernahm die Vertretung. Am 30.11.1888 bat K. aufgrund seines abnehmenden Sehvermögens um Demission. Sein Nachfolger wurde am 1.12.1889 der Sohn Georg K., der die Stelle als Inspektor des Ffter Kunstvereins bis zur Pensionierung am 1.10.1902 innehatte. Nach längerem Leiden starb Ludwig K. am 26.3.1894 in der Wohnung im Gebäude des Ffter Kunstvereins in der Junghofstraße 8. Seine eigene Kunstsammlung wurde im Dezember 1902 beim Ffter Kunstverein versteigert.
Mitglied der Künstlervereinigung Totenbund, die um 1852 wohl von K. mitbegründet wurde; der Totenbund ging 1857 in die neu gebildete Ffter Künstlergesellschaft über.
1869/70 gehörte K. der Kommission zur Sichtung der Kunstwerke und Altertumsgegenstände in städtischem Besitz an, die die Gründung des Historischen Museums vorbereitete.
Künstlerische Werke von K.: Stiche nach Paulus Pontius und Hendrick Goltzius aus der Zeit als Schüler am Städel (1841/42; früher in der Graphischen Sammlung des Städelschen Kunstinstituts, dort Kriegsverlust); Kupferstiche von Kaiserbildnissen (Rudolf von Habsburg, Ferdinand I., Franz I.) nach Vorlagen von verschiedenen Malern zur Bewerbung der Kaisergalerie im Ffter Römer (erschienen bei der „S. Schmerber’schen Buchhandlung, Nachfolger H. Keller“, Ffm. 1845; Exemplare der Blätter u. a. im Besitz des ISG); Ölbilder eines weiblichen Kopfs (1846) und eines weiteren weiblichen Kopfs (o. J.; beide nachgewiesen durch den Versteigerungskatalog des Nachlasses
Göbel, 1919); Karikatur „Anfrage des Eduard Gustav Satyr“ (Kreidelithografie, 1848; Exemplare des Blatts im Besitz des HMF und des ISG).
Verfasser der humoristischen Schriften „Statuten der Dutterichen und Junggesellen aus der Dutte“ und „Lebensbuch eines jeune homme“ (beide 1848).
Selbstporträt (Ölgemälde, 1842) in Privatbesitz. Jugendbildnis (Zeichnung von
Angilbert Göbel, um 1845) als Fotografie im Besitz des HMF. Jugendbildnis (Kupferstich von
Johannes Eissenhardt nach
Angilbert Göbel, um 1845) und Jugendbildnis (Kupferstich von
Angilbert Göbel, 1840/45) in der Graphischen Sammlung des Städel Museums. Jugendbildnis (Ölgemälde von
Angilbert Göbel, um 1845) in Privatbesitz. Jugendbildnis (Bleistiftzeichnung von
Johann Heinrich Hasselhorst, um 1848) im Besitz des HMF. Zeichnung „Inspektor Kohlbacher am Grindbrunnen“ (von
Johann Heinrich Hasselhorst, um 1865) im Besitz des HMF. Altersporträt (Ölgemälde von
Anton Burger, um 1880) im Besitz des HMF.
Von den sechs Kindern von Ludwig K. und seiner Ehefrau Dorothea, geb. Chandelle, erreichten fünf das Erwachsenenalter. Der älteste Sohn
Georg Fürchtegott K. (1854-1917), Patenkind des Großvaters Johann Georg K. und des Malers
Jakob Fürchtegott Dielmann, war zunächst Commis in einer Pelzhandlung und arbeitete dann (ca. 1883-85) als Angestellter bei der Kunsthandlung Lepke in Berlin, die mit seinem Vater geschäftlich verbunden war. Von 1885 bis 1889 war Georg K. als Inspektor am Städel tätig. Als Nachfolger seines Vaters wirkte er schließlich von 1889 bis 1902 als Inspektor des Ffter Kunstvereins. Der Sohn Hermann K. (1855-1898), Patenkind des Kaufmanns Hermann Mumm von Schwarzenstein (1842-1904), studierte ab 1874 Literaturwissenschaften an der Akademie in Genf und ging 1882 nach Reims. Dort war er in der Firma Mumm, zuletzt als Prokurist, tätig. Die Tochter Anna Gertrudis K. (1857-1884) heiratete 1879 den Landwirt
Richard Joseph Friedrich Forsboom (1847-1918), den Sohn des Kaufmanns
Joseph Anton Wolfgang Forsboom (1817-1871), des letzten Jüngeren Bürgermeisters der Freien Stadt Ffm. (1866), und dessen Ehefrau Anna Catharina Helena, geb. Bolongaro (1824-1856). Anna Gertrudis Forsboom starb 1884 in Würzburg infolge der Geburt ihres dritten Kindes. Der Sohn Julius, gen. Jules, K. (1858-1894), vermutlich Patenkind des Malers Jules Lunteschütz, war Kaufmann, u. a. in New York (1883-84) und Berlin (1884-86), und starb nur wenige Monate nach dem Vater in Ffm. Die Tochter Bertha K. (1862-1930), blieb wie ihre drei Brüder ledig und war eng befreundet mit dem Maler Nelson Kinsley (1863-1945) und dessen Ehefrau Louise, geb. Burger (1862-1947). Wegen einer psychischen Erkrankung war Bertha K. mehrfach in psychiatrischen Heilanstalten untergebracht; zuletzt wurde sie von dem Korkenfabrikanten
Heinrich Carl Lucius (1876-?), einem nahen Verwandten, in Ffm. betreut.
Die Briefe des Malers Hermann Kauffmann an Ludwig K. aus den Jahren 1853 bis 1883 wurden durch Alfred Lichtwark (1852-1914), den Direktor der Hamburger Kunsthalle, 1889 erworben und in dessen Biographie über Kauffmann 1893 auszugsweise publiziert. Die Briefe sind ein Spiegel des Ffter Kunstlebens der Zeit und befinden sich heute im Besitz der Hamburger Kunsthalle.
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